Die alte Stadt auf dem Berge

Glücksfälle in der Stifts-und Marsberger Geschichte

Glücksfälle in der Stifts- und Marsberger Geschichte

 Auch in der neueren Geschichte des ehemaligen Benediktiner-Stifts und damit in der Geschichte Marsbergs gab und gibt es immer wieder Glücksfälle, sagte Hermann Runte, Leiter des Heimatmuseums der Stadt Marsberg, in seiner Rede vor dem Vorstand und der Familienkommission der Karl Friedrich Hein-Stiftung, Utrecht, Niederlande, und spielte damit auf das Wirken des Stiftungsgründers und der Familie Hein in Obermarsberg an.

 

 Zuvor hatte Detlev Steinhoff, Vorsitzender des Fördervereins Historisches Obermarsberg e. V., die Gelegenheit wahrgenommen und den Stiftungsvorstand, der am Wochenende seine jährliche Sitzung im Heinschen Stift durchführte, ins Backhaus eingeladen und sagte dort seinen herzlichen Dank für die großzügige Unterstützung bei der Renovierung der Stadtmauer und beim Wiederaufbau des Wasserturms verbunden mit der Übergabe eines Bildes von Karl Friedrich Hein, das im Archiv des Museums aufgefunden wurde.

1916 hatte Karl Friedrich Hein, zur damaligen Zeit Direktor der „Steenkolen Handelsvereinigung zu Utrecht“ und später Mitglied im Aufsichtsrat, Geld seiner Familie zur Verfügung gestellt, um das etwas heruntergekommene Stift (Säkularisation 1802/03) als Feriensitz für die Familie kaufen, zu restaurieren und das ehemalige Kloster in angemessener Weise einzurichten.

In späteren Jahren ließ er in Obermarsberg eine Mühle erbauen (ehem. Haus Benedict), in der die Bauern der Umgebung ihr Korn malen konnten. Außerdem spendete er 100 000 RM für den Bau der Schützenhalle zu Obermarsberg. Die Stadt Obermarsberg ernannte ihn ob seiner vielen Wohltaten zum Ehrenbürger.1938 gründet Hein dann die Stiftung, die seine Familie, aber auch soziale und kulturelle Einrichtungen bis auf den heutigen Tag unterstützt.

1945 kam er bei einem Autounfall in Holland ums Leben.

Sigurd Born, Mitglied der Familienkommission, sieht sich heute in der Tradition seines Großonkels und fördert und kümmert sich mit Hilfe der Stiftung um den Erhalt historischer Substanz. Er befasst sich mit der Geschichte Marsbergs, ist im Vorstand des Fördervereins von Obermarsberg, regt an und initiiert Projekte. Zu seinem 75. Geburtstag hat er in dem gerade erst fertig gestellten Sturmius-Cafe im Haus der Geschichte und der Begegnung (ehemalige Schule) gefeiert und damit das multifunktionale Lokal der Vereine Obermarsbergs und das Begegnungszentrum eröffnet.

 

 

 

 

 

 

 

Sigurd   Born und das Mitglied des Fördervereins, Reinhard Wehmeier, spendeten dem FV   eine neue dringend benötigte Fahne. Dabei Ortsvorsteher Martin Halsband,   Vorsitzender Detlev Steinhoff