Die alte Stadt auf dem Berge

Ideen werden Wirklichkeit

Westfalen Weser Energie, 100 Förderpakete, herausragende Leuchtturmprojekte 2015 für bürgerschaftliches Engagement, Verleihung im Henkelmann, Herford, Förderverein Historisches Obermarsberg, Projekt „Außerschulisches interaktives Lernen für Grundschüler, Jugendliche und Erwachsene“, Foto: Christian Weische

Westfalen Weser Energie, 100 Förderpakete, herausragende Leuchtturmprojekte 2015 für bürgerschaftliches Engagement, Verleihung im Henkelmann, Herford, Förderverein Historisches Obermarsberg, Projekt „Außerschulisches interaktives Lernen für Grundschüler, Jugendliche und Erwachsene“, Foto: Christian Weische

 Marsberger „Förderverein Historisches Obermarsberg“ ausgezeichnet Westfalen Weser Energie belohnt bürgerschaftliches Engagement  Engagieren sich fürs und im Ehrenamt: Michael Heidkamp (Geschäftsführer Westfalen Weser Energie), Hermann Runte, Johannes Wüllner (stellv. Bürgermeister), Isabell Schneider Laszkiewicz, Detlev Steinhoff, Gerhard Dicke, Friedhelm Bracht, Wili Wegner und Martin Halsband. „Kinder und Jugendliche für historische Grabungsarbeiten begeistern“ – mit dieser Idee hatte sich der Förderverein Historisches Obermarsberg für eines der 100 Förderpakete beworben, die Westfalen Weser Energie auch in diesem Jahr ausgeschrieben hatte. Mehr als 200 Vereine und Initiativen aus dem Netzgebiet des kommunalen Unternehmens hatten sich mit ihren Projektideen beworben. Sieben von ihnen wurden von der Jury als wegweisend und damit als Leuchtturmprojekte ausgezeichnet. Auch der Förderverein Historisches Obermarsberg wurde als Leuchtturmprojekt ausgezeichnet und nahm jetzt sein Förderpaket in Höhe von 5.620 Euro im Beisein von Marsbergs stellvertretendem Bürgermeister Johannes Wüllner in Empfang. In dem Projekt sollen Kinder und Jugendliche ihr geschichtliches Wissen durch altersgemäßes Mitgestalten an historischen Arbeiten in ihrem Lebensumfeld erweitern. Dazu sollen sie in einem archäologischen Grabungsfeld Fundsachen ausgraben, säubern, vermessen, wiegen, aufzeichnen und lernen ihre Funde in die lokale Geschichte einzuordnen. Neben dem Kompetenzerwerb für die jungen Teilnehmer dient das Projekt auch der Museumsarbeit. Michael Heidkamp, Jurymitglied und Geschäftsführer der Westfalen Weser Energie, hob bei der Auszeichnung hervor: „Den Kindern und Jugendlichen wird durch interaktives Lernen ein Stück der eigenen Geschichte nähergebracht. Der Projektantrag des Verein ist in sich schlüssig.“ Der Förderbetrag wird zur Beschaffung der erforderlichen digitalen bzw. medialen Infrastruktur zur Durchführung des Projekts verwendet. Bereits zum siebten Mal führte der kommunale Energiedienstleister das Förderprojekt „Ideen werden Wirklichkeit – 100 Förderpakete für Vereine in der Region“ durch. „Unsere Idee ist es, gesellschaftliches Engagement nicht schlicht nach dem Gießkannen-Prinzip zu fördern, sondern ganz gezielt besondere Projekte anzustoßen und deren Realisierung zu fördern“, so Michael Heidkamp, Geschäftsführer Westfalen Weser Energie, bei der Preisverleihung. „Das ist ein wichtiger Teil unseres regionalen Engagements. Und die immer neuen Bewerbungen geben uns recht: Sinnvolle Ideen für ehrenamtliche Projekte sind viele vorhanden. Manchmal fehlt für die Umsetzung einfach die Anschubfinanzierung“. Der regionale Energiedienstleister möchte mit dem Förderkonzept gleiche Chancen für alle Vereine in seinem Netzgebiet schaffen. Gleichzeitig wird so eine hohe Transparenz bei der Vergabe der Fördermittel erzielt. Vorbilder für andere Projekte fördern      Westfalen Weser Energie entwickelte das Förderkonzept gemeinsam mit Prof. Dr. Sebastian Braun, Leiter des Forschungszentrums für Bürgerschaftliches Engagement an der Humboldt-Universität zu Berlin. Braun machte bei der Preisverleihung deutlich, dass bei der Bewertung nicht die bloße „Größe“ des Projektes ausschlaggebend sei. „Wichtiger ist für uns, dass die Projekte neuartige Ansätze aufzeigen und die Ideen zeitnah in die Realität umzusetzen sind. Und: Wir wollen Projekte fördern, die aus unserer Sicht Vorbild für andere sein können“, so Braun. Die Höhe der Fördersummen werde maßgeblich von den Kosten beeinflusst, die die Vereine für die Umsetzung der Projekte benötigten. Die Jury aus Michael Heidkamp, Sebastian Braun sowie Andrea Hankeln, Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, und Thomas Böhme, Staatskanzlei Niedersachsen hatte sich in der Sichtungsphase intensiv mit den eingereichten Projektideen auseinandergesetzt und schließlich die Leuchtturmprojekte herausgefiltert. 93 weitere Projektanträge erhalten ebenfalls Fördergelder. Alle Förderpakete stehen im Internet: ww-energie.com/einhundert-foerderpakete.    Engagieren sich fürs und im Ehrenamt: Michael Heidkamp (Geschäftsführer Westfalen Weser Energie), Hermann Runte, Johannes Wüllner (stellv. Bürgermeister), Isabell Schneider Laszkiewicz, Detlev Steinhoff, Gerhard Dicke, Friedhelm Bracht, Wili Wegner und Martin Halsband.