Vor dem 2. Weltkrieg

Bernd Follmann gibt weitere Hinweise:

In der Pfarrchronik St. Magnus ist für 1932 zu lesen:

Bis zum 1. Juli 1932 hatte der Sattlermeister Fritz Runte von der Kirchengemeinde das sog. ‚Eichmannsche Haus’ (Propstei gegenüber) gemietet. …………. der frühere Laden wurde zu einem Vereinssaal und zum Museum eingerichtet.

Im Testament von Hagemann mit dem Datum 10. Februar 1933 steht:

Der katholischen Propsteigemeinde in Niedermarsberg vermache ich das Heimatmuseum und sämtliche Antiquitäten, die sich in der Propstei befinden.

Im Diemeltalboten vom 11. April 1936 heißt es:

Bürgermeister Brümmer führt aus: Das Heimatmuseum war sein (d. h. Hagemanns) Werk.

Weiter wird im Diemeltalboten vom 17. Oktober 1936 ausgeführt: In Niedermarsberg hat man schon vor mehreren Jahren begonnen, ein Heimatmuseum einzurichten. Es ist noch ein Museum im Entstehen.

In derselben Zeitung definiert Propst Hagemann ganz klar das Ziel der Heimatkunde und des Heimatmuseums:

Die Menschen sollen mit allen Erscheinungen ihrer heimatlichen Umgebung vertraut gemacht werden, so dass sie diese in ihrer Eigenart erkennen und im großen Zusammenhang der Zeit und des Raumes verstehen.

Als eine ebenso wichtige Aufgabe des Museums sieht er es an, die beweglichen Denkmäler aus allen Lebensgebieten der Heimat im Museum unterzubringen und zu bewahren, um sie auf diese Weise vor Schädigung, Zerstörung und Verschleppung zu beschützen.

Ein Museum ist seiner Meinung nach eine Volksbildungsstätte , in der alles, aber auch nur das wiederum, was der Aufbewahrung wert ist, was der Erhaltung würdig ist, was für Heimat und Heimatkunde Bedeutung hat, aufbewahrt wird.

 

Propst Hagemann hat wahrscheinlich Josef Hammerschmidt beauftragt, die Pflege des Heimatmuseums zu übernehmen.

Das Museum war zunächst in der Propstei untergebracht, dann jedoch musste in der Zeit des 2. Weltkriegs wegen Flüchtlingsproblemen der Raum geräumt werden und die Museumssachen wurden im Gebäude der Stadt untergebracht.