Mit Schwert und Kreuz

Mit Schwert und Kreuz – Karl der Große Sachsen & die Eresburg

Ausstellungseröffnung in Obermarsberg

 

Nach intensiven Vorbereitungen des Fördervereins historisches Obermarsberg ist ab dem 21. August im Museum der Stadt Marsberg die Ausstellung zu Karl dem Großen für alle Interessierten geöffnet. Sie ist im Rahmen der Feierlichkeiten zum 1250-jährigen Bestehen Obermarsbergs entstanden und wird höchst interessante Einblicke in die Zeit der Karolinger geben.

In der Ausstellung veranschaulichen archäologische Fundstücke das von Landwirtschaft und Bergbau geprägte Leben zur Karolingerzeit. Texte geben Informationen über den langen Missionskrieg gegen die Sachsen. Sie zeigen, wie beschwerlich selbst für die Führungsschicht ein Leben im Sattel war, denn der Herrscher war zur Sicherung seiner Herrschaft mit seinem Gefolge ständig auf Reisen. Über Karls verschiedene Frauen und seine etwa 18 Kinder können sich die Besucher ebenso informieren wie über Karls Bestrebungen, das Bildungssystem zu reformieren. Auch über ein Treffen mit Folgen, die Begegnung von Karl und Papst Leo III im hiesigen Raum, kann man sich informieren. Die verschiedenen Themenbereiche hat der Leiter des Museums, Heiner Duppelfeld, mit einem Kreis von sieben Historikern erarbeitet.

Etwa 80 Bilder geben den Besuchern eine Vorstellung von prachtvollen Handschriften, aufwändigen Buchmalereien oder der harten Arbeit der bäuerlichen Bevölkerung. In einem extra für die Ausstellung angelegten Kräutergarten werden Pflanzen zu sehen sein, die auf Karls Initiative im sächsischen Raum angebaut wurden. Hintergrundinformationen werden zudem an Hörstationen und drei Touchscreens geboten.

Im Jahre 772 eroberte Karl der Große die sächsische Eresburg. Die über 30 Jahre dauernden Sachsenkriege endeten mit der Eingliederung des sächsischen Siedlungsraumes in das fränkische Reich. Die Unterwerfung der Sachsen hatte enorme Auswirkungen auf das politische, wirtschaftliche, gesellschaftliche und kulturelle Leben. Die Spuren des fränkischen Einflusses lassen sich in der Region bis heute finden.

Die Sonderausstellung wird bis zum 18. Dezember gezeigt, geöffnet ist sie sonntags, montags und dienstags jeweils von 14 bis 17 Uhr. Begleitend zur Ausstellung werden Vorträge und museumspädagogische Programme angeboten. Gruppen können auch außerhalb dieser Zeiten Führungen buchen. Das Anmeldeformular kann auf der Seite www.museum-der-stadt-marsberg.de heruntergeladen werden.